Wie kann man bei der Steuer Umzugskosten absetzen?

Ob eine steuerliche Absetzbarkeit von Umzugskosten möglich ist, hängt von den Gründen für den Umzug ab. Hinzu kommen weitere Faktoren, die darüber entscheiden, in welcher Form Sie Umzugskosten von der Steuer absetzen können. Wir haben die wichtigsten Informationen dazu zusammengetragen.

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Variante 1: Umzugskosten als außergewöhnliche Belastungen absetzen

Maßgeblich ist hier die Frage, ob die Aufwendungen bei den durchschnittlichen Steuerpflichtigen ebenfalls anfallen oder im Einzelfall eine gravierende Benachteiligung darstellen. Eine solcher individuell zu betrachtender Aufwand würde beispielsweise dann vorliegen, wenn der Umzug allein aufgrund einer körperlichen Einschränkung erfolgen muss. Dabei greifen die Regelungen des Paragrafen 33 des Einkommensteuergesetzes. Das heißt, dass Sie die kompletten Umzugskosten als außergewöhnliche Belastung von der Steuer absetzen können. Anders ist die Sachlage, wenn Sie einen Anspruch auf Umzugszuschüsse nach dem Paragrafen 40 des SGB XI haben. Dann darf nur die verbleibende und von Ihnen selbst zu zahlende Differenz als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung auftauchen.

Variante 2: Berufsbedingte Umzüge der Arbeitnehmer in der Steuer

Arbeitnehmer/-innen können Umzugskosten ebenfalls von der Steuer absetzen. Dafür kommen verschiedene Gründe in Frage:

  • Antritt einer neuen Arbeitsstelle an einem anderen Ort
  • Wegfall einer (beruflich veranlassten) doppelten Haushaltsführung
  • Verringerung der täglichen Arbeitswegezeit um mindestens eine Stunde
  • Bezug oder Wegfall einer Dienstwohnung
  • Versetzung auf Anordnung des Arbeitgebers/Dienstherrn

In diesem Fall gehören die Umzugskosten in der Steuer zu den Werbungskosten der Arbeitnehmer/-innen. Die entsprechenden Regelungen finden sich im Paragrafen 9 des Einkommenssteuergesetzes, wo es wörtlich heißt: „Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen.“ Daraus resultiert, dass Sie in diesen Fällen die kompletten Umzugskosten von der Steuer absetzen können.

Variante 3: Umzugskosten für Selbstständige in der Steuer

Maßgeblich sind hier die Bestimmungen des Paragrafen 4 des Einkommenssteuergesetzes. Er definiert den Gewinnbegriff und enthält eine Auflistung von nicht steuerlich absetzbaren Aufwendungen. Dort tauchen gewerblich bedingte Umzugskosten nicht auf, was im Umkehrschluss bedeutet, dass sie als Betriebsausgaben den Gewinn mindern dürfen. Diese Regelung lässt sich identisch auf Gewerbetreibende mit Gewerbeschein als auch auf Freiberufler/-innen ohne Gewerbeschein anwenden. Diese Regelung bezieht sich ausschließlich auf den Umzug der Betriebsstätte. Der damit verbundene Privatumzug wird wie ein berufsbedingter Umzug von Arbeitnehmern (Variante 2) behandelt.

Variante 4: Umzug zum Zweck der Berufsausbildung in der Steuer

Wer für den Antritt eine Berufsausbildung umziehen muss, darf Umzugskosten in der Steuer ebenfalls zum Abzug bringen. Das erfolgt in Form der Geltendmachung von Sonderausgaben nach dem Paragrafen 10 des Einkommenssteuergesetzes. Dazu gehören auch Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung, die bis zu einer Summe von 6.000 Euro pro Jahr und Steuerpflichtigem (Stand Oktober 2022) von den Finanzämtern anerkannt werden.

Variante 5: Kosten für Privatumzüge in der Steuer

Bei der steuerlichen Abzugsfähigkeit von Privatumzügen greifen die Regelungen des Paragrafen 35a des Einkommenssteuergesetzes. Das heißt, die Umzugskosten fallen unter den Begriff der haushaltsnahen Dienstleistungen. Die Anwendung dieser Regelung ist nachrangig gegenüber der steuerlichen Behandlung nach den bisher benannten Varianten 1 bis 4. Hier ist zu beachten, dass nicht in jedem Fall die kompletten Umzugskosten das zu versteuernde Einkommen mindern, sondern einerseits Grenzwerte gelten und andererseits nur ein Prozentsatz der Kosten von der Steuer abzugsfähig ist. Hier muss zudem ein weiterer Fakt berücksichtigt werden. Umzugskosten, die bar bezahlt werden, erkennen die Finanzämter grundsätzlich nicht an. Dabei sind immer eine Rechnungslegung und eine Banküberweisung erforderlich. Diese Anforderungen wurden mit Blick auf die Verhinderung von Schwarzarbeit und Geldwäsche verschärft.

Welche Pauschalbeträge gelten für Umzugskosten in der Steuer?

Die Umzugspauschalen passt das Bundesfinanzministerium regelmäßig an. Aktuell (Stand Oktober 2022) gilt für Singles eine Pauschale von 886 Euro. Verheiratete und nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz verbandelte Paare können eine Umzugspauschale von 1.476 Euro geltend machen. Für jedes Kind wird zusätzlich eine Umzugspauschale in Höhe von 590 Euro anerkannt. Sie gilt auch für andere Personen in der umziehenden Haushaltsgemeinschaft. Die Umzugspauschale hat den Vorteil, dass nicht für jede einzelne Leistung Nachweise erbracht werden müssen. Das spart Arbeit und Zeit bei der Erstellung der Steuererklärung und bringt dann einen zusätzlichen Vorteil, wenn die tatsächlichen Umzugskosten günstiger ausfallen.

Was gehört zu den steuerlich relevanten Umzugskosten?

In die Umzugskosten für die Steuer fließen nicht nur die Beträge ein, die auf den Rechnungen der Umzugsunternehmen ausgewiesen werden. Es kommen zahlreiche andere Positionen hinzu, die Sie steuerlich geltend machen können. Dazu gehören beispielsweise:

  • Besichtigungskosten
  • Maklerhonorare
  • Gebühren für Ummeldungen (Personalausweis, KFZ-Kennzeichen)
  • Aufwendungen für doppelte Mietzahlungen (maximal für 6 Monate)
  • Fahrt von der alten zur neuen Wohnung am Umzugstag
  • Anfahrten zur Wohnungsübergabe und Wohnungsabnahme
  • Umschaltgebühren für Telefon- oder DSL-Anschluss
  • Handwerkerleistungen (Anschluss E-Herd etc.)
  • Kosten für Nachhilfeunterricht, der aufgrund des Umzugs notwendig ist

Wir übernehmen für die Angaben keine rechtliche Gewähr. Alle genannten Beträge geben den Stand vom Oktober 2022 wieder.

Sie haben Fragen zu den Umzugskosten oder möchten einen Kostenvoranschlag für einen bevorstehenden Umzug haben? Der Kundendienst unserer Umzugsfirma hilft Ihnen gern.

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